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Ticket to Rockstars Finale


Inhaltsverzeichnis


1. Allgemein

2. Ausrüstung

3. Boulderwand

4. Wettkampf Jury

5. Wettkampf

5.1 Registrierung und Vorbereitung

5.2 Ablauf

5.3 Start- und Ergebnisliste

5.4 Punktesystem

5.5 Siegerehrung

6.Technische Störungen

7. Sicherheit

 

1. Allgemein

1.1 Der Boulderwettkampf „Ticket to Rockstars Final presented by GORE-TEX®“besteht aus einer Jam Session.

1.2 Der Schiedsrichter für jeden Boulder wird als Boulder Referee bezeichnet, der dem Head Referee unterstellt ist.

1.3 Jeder Boulder beinhaltet eine klar definierte Startposition, von der aus alle Versuche gestartet werden müssen. 

•          Diese Startposition besteht aus einer klar definierten Position für beide Hände und für einen oder beide Füße.

•          Die Startposition ist für alle Boulderprobleme identisch markiert. 

1.4 Jedes Boulderproblem ist mit einem Bonusgriff, d.h. das Erreichen und Halten eines spezifischen Griffes, ausgestattet, welcher extra Punkte gibt, auch wenn der Boulder nicht durchgestiegen wird. 

•          Die genaue Position dieses Griffes entscheidet der Chefroutenbauer.

•          Dieser Griff ist für alle Boulder deutlich anders markiert als die Startposition. 

•          Diese Markierung ist für jeden Boulder identisch.

•          Der Bonus wird auch dann gewertet, wenn der Teilnehmer den Boulder erfolgreich durchstiegen, jedoch den Bonusgriff nicht berührt hat.

1.5 Ein Boulderproblem gilt dann als durchstiegen, wenn der Teilnehmer den definierten Topgriff mit beiden Händen für 3 Sekunden hält. Diese Position wird vom jeweiligen Boulder Referee mit einem „OK“ und dem Zeigen einer grünen Karte bestätigt.

1.6 Der Wettkampf ist für Frauen und Herren ausgelegt. Der Teilnehmer muss am Tag des Wettkampfes mindestens 14 Jahre alt sein.

 

2. Ausrüstung

Athleten dürfen nur mit der folgenden Ausrüstung teilnehmen:

  • Kletterschuhe
  • Sporttop (vom Veranstalter zur Verfügung gestelltes T-Shirt)
  • Sporthose
  • Chalkbag (Magnesia in trockener oder flüssiger Form)

3. Boulderwand

3.1 Die Boulderwand ist mit folgenden Ausnahmen zum Klettern freigegeben: 

  • Vom Teilnehmer dürfen alle in der Begrenzung des Boulders befindlichen Strukturen und Griffe verwendet werden
  • Schraubenlöcher in der Boulderwand sind als Griffe verboten, jedoch als Trittmöglichkeit erlaubt.
  • Seitliche Begrenzungskanten der Boulderwand dürfen nicht zum Klettern benützt werden, wenn dies nicht ausdrücklich erlaubt wird.

3.2 Es dürfen keine künstlichen Hilfsmittel benutzt werden.

3.3 Bereiche der Wand wie Griffe oder Besonderheiten, deren Benutzung verboten ist, sind mit einer kontinuierlichen und klar erkennbaren schwarzen Markierung vermerkt.

 

4. Die Wettkampf Jury

4.1 Die Wettkampf Jury setzt sich aus den folgenden Mitgliedern nach ihrer Verantwortung und Entscheidungsbefugnis zusammen:

  • Head Referee
  • Assistant Head Referee
  • Event Director
  • Boulder Referees (pro Problem) 

Es gilt das Mehrheitsstimmrecht. Im Entscheidungsprozess kann ebenso der Chefroutenbauer angehört werden, dieser hat jedoch kein Stimmrecht.

4.2 Bei Einsprüchen gegen Schiedsrichterentscheidungen gelten folgende Schritte:

  • Mündlicher Einspruch beim Head Referee.
  • Wird keine Einigung gefunden, ist ein Einspruch in schriftlicher Form beim Head Referee mit einer Einspruchsgebühr von 50 Euro einzureichen. Dies hat die Einberufung der Wettkampf Jury zur Folge. Sollte dem Einspruch stattgegeben werden, wird diese Gebühr erstattet. Bei Ablehnung des Einspruches wird die Gebühr wohltätigen Zwecke zugeführt. Der Einspruch muss innerhalb von 5 Minuten nach Veröffentlichung der Ergebnisse erfolgt sein.

5. Wettkampf

5.1 Registrierung und Vorbereitung

5.1.1 Alle Teilnehmer, haben sich spätestens bis zu dem vom Head Referee hierfür angegebenen bzw. bis zu dem vom Organisator veröffentlichten/durchgesagten Zeitpunkt zu registrieren (Check-In in den Wettkampfbereich).

5.1.2 Im „Offenen Modus" erfolgt der Start der Teilnehmer an den Boulderproblemen in der Reihenfolge, in der die Anmeldungen (durch Abgabe der Scorecard) beim jeweiligen Boulder Referee eingegangen sind.

5.2 Ablauf

5.2.1 Die Jam Session (maximal 120 TeilnehmerInnen plus vom Veranstalter eingeladene Athleten) wird im „Offenen Modus" in einer Boulder Jam ausgetragen. In diesem Fall gilt:

  • Es müssen 8 Probleme geklettert werden. Schafft ein Kletterer das Problem nicht, muss er den Boulder verlassen, kann aber später einen weiteren Versuch starten. Es gibt kein Limit an Versuchen Die Boulderprobleme können in beliebiger Reihenfolge geklettert werden.
  • Die Gesamtzeit wird vor Wettkampfbeginn durch den Head Referee in Absprache mit seinen Boulder Referees festgelegt und bekannt gegeben.
  • Mit Ablauf der Gesamtkletterzeit (signalisiert durch ein akustisches oder optisches Signal) können alle Teilnehmer ihren Versuch, den sie bereits begonnen haben, zu Ende klettern und werden anschließend gewertet. Weitere Versuche sind nicht zulässig.

5.2.2 Nach der Qualifikation werden "Wildcards adidas Rockstars" für die besten drei Herren und Damen vergeben. Die TOP 3 sind damit für das Semifinale von adidas ROCKSTARS qualifiziert.

5.2.3 In der Jam Session werden Beginn und Ende verkündet durch:

  • ein klares akustisches Signal
  • den Moderator
  • das Starten bzw. Anhalten der Stoppuhr

5.2.4 Bevor der/die TeilnehmerIn seinen/ihren Versuch am Boulderproblem beginnt, hat er/sie die Möglichkeit die Griffe zu säubern. Es dürfen nur vom Organisator zur Verfügung gestellte Putzmaterialen verwendet werden.

5.2.5 Ein Versuch wird als gestartet und gezählt angesehen,

  • sobald aus der definierten Startposition beide Füße den Boden verlassen haben.
  • sobald andere Griffe als die Startgriffe mit Händen oder Füßen berührt werden.
  • wenn Markierungen/Zeichen hinzugefügt werden.

5.2.6 Der Versuch eines Wettkämpfers wird als beendet angesehen, wenn

  • das Boulderproblem erfolgreich nach Abschnitt 1.5 durchstiegen wurde.
  • der Wettkämpfer den Boden mit einem Teil seines Körpers berührt.
  • die Startposition nicht korrekt ausgeführt wurde (Hände und Füße nicht an den vorgesehenen Startmarkierungen)
  • der Wettkämpfer irgendeinen Teil der Wand, der nicht zum Bouldern erlaubt ist, zum Bouldern benutzt.

5.2.7 Im Falle von Verstößen gegen das Reglement wird der Teilnehmer aufgefordert, den Wettkampf zu beenden und den Wettkampfbereich zu verlassen.

5.2.8 Das Rauchen und der Konsum von Alkohol sind im Wettkampfbereich nicht gestattet und können bei Nichtbeachtung zu einer Disqualifikation führen.

5.2.9 Weitere Regelverstöße können zu einer Disqualifikation des Teilnehmers von seinem Wettbewerb führen:

  • Beklettern der Wand außerhalb eines eigenen Versuches.
  • Nicht vollständig ausgerüstetes Erscheinen am Start des Problems (Kletterschuhe, Hose, vom Veranstalter gestelltes T-Shirt).
  • Unsportliches Verhalten oder andere ernste Störungen der Veranstaltung.

5.2.10 Die Teilnehmer müssen während des Wettkampfes innerhalb des gekennzeichneten Wettkampfbereichs bleiben.

5.2.11 Vor dem Start der Jam Session findet eine gemeinsame Besichtigung von 120 Sekunden pro Boulder statt.

5.2.12 Folgende Personen haben Zutritt in den Wettkampfbereich und müssen sich am Eingang durch eine spezielle Akkreditierung ausweisen:

  • adidas Rockstars Offizielle
  • Teilnehmer der jeweiligen Jam Session
  • Personen, die vom Head Referee speziell dafür berechtigt wurden. Diese Personen müssen während ihres Aufenthalts in der Isolationszone von einem bestimmenden Offiziellen beaufsichtigt werden.

5.2.13 Der Organisator behält sich das Recht vor, jederzeit Änderungen zum Wohle der Athleten und der Veranstaltung vorzunehmen. Sollten Änderungen vorgenommen werden, dann werden diese rechtzeitig durch den Organisator bekannt gegeben.

 

5.3 Start- und Ergebnislisten

5.3.1 Nach Beendigung der Jam Session, wird die offizielle Ergebnisliste veröffentlicht.
5.3.2 Alle offiziellen Start- und Ergebnislisten werden auf einem offiziellen Infoboard ausgehängt. Die genannten Listen sind nur mit

  • Datum
  • Uhrzeit
  • und Unterschrift des Head Referees gültig.

5.3.3 Gibt es mehrere Startgruppen, so wird das offizielle Gesamtergebnis erst nach Ende der letzten Startgruppe ausgehangen und verkündet.

 

5.4 Punktesystem

5.4.1 Nach jedem Boulderdurchgang werden die Wettkämpfer nach folgenden Kriterien in der angeführten Reihenfolge bewertet:

  • Nach der Anzahl der erfolgreich durchgestiegenen Boulder.
  • Nach der Anzahl der Versuche, um diese Boulder zu durchsteigen.
  • Nach der Anzahl der Bonuspunkte.
  • Nach der Anzahl der Versuche, um diese Bonuspunkte zu erreichen. 

5.5 Siegerehrung

5.5.1 Die Siegerehrung findet ca. 15 Minuten nach Abschluss der Jam Session auf der Bühne statt.

5.5.2 Die Anwesenheit bei der Siegerehrung ist für die Top 3 platzierten verpflichtend.

5.5.3 Bei Nichterscheinen zur Siegerehrung rückt der/die Nächstplatzierte nach (Platz 4, Platz 5, usw.).

 

6. Technische Störungen

6.1 Eine technische Störung ist definiert als

  • ein abgebrochener Griff/Tritt
  • ein gebrochener Griff/Tritt
  • ein loser Griff/Tritt
  • jeglicher Vorfall, der zu einem Nachteil oder zu einem unfairen Vorteil eines Teilnehmers führt.
  • jeglicher Vorfall, welcher nicht aus einer vom Teilnehmer ausgehenden Handlung resultiert.

6.2 Wenn während der Jam Session eine technische Störung (siehe Abschnitt 6.1) vor dem Ende der Gesamtboulderzeit des betroffenen Teilnehmers repariert werden kann, wird ihm die Möglichkeit angeboten, seinen Versuch fortzusetzen. 

Wenn der/die Teilnehmer sich entscheidet/entscheiden, seinen/ihre Versuch(e) fortzusetzen, ist die technische Störung beendet und kein weiterer Einspruch diesbezüglich möglich.

6.3 Wenn während der Jam Session die Reparatur nicht während der Boulderzeit abgeschlossen werden kann, wird die Runde für all die Teilnehmer, die diesen Boulder noch nicht versucht haben, durch den Boulder Referee gestoppt.
Nach Beendigung der Reparatur wird den von der technischen Störung betroffenen TeilnehmerInnen die ihnen verbliebene Boulderzeit, ab dem Moment, an dem die technische Störung auftrat (mindestens 120 Sekunden), zugestanden.

6.4 Wird die Jam Session durch eine technische Störung unterbrochen und dadurch ein Boulder für längere Zeit für die Mehrheit der TeilnehmerInnen unnutzbar, so entscheidet der Head Referee, ob eine entsprechende Verlängerung der Gesamtboulderzeit festgelegt wird.

 

7. Sicherheit

7.1 Jedes Boulderproblem ist derart gestaltet, dass vermieden wird, dass sich ein Teilnehmer im Falle eines Sturzes verletzt oder einen anderen Teilnehmer (Dritte) verletzt oder behindert.

7.2 Alle Boulderprobleme werden aus Sicherheitsgründen durch Fallschutzmatten von den Verantwortlichen so positioniert und abgesichert, dass sich kein Teilnehmer verletzten kann.

7.3 Auf der Bouldermatte dürfen sich nur jene TeilnehmerInnen aufhalten, die vom Boulder Referee aufgerufen wurden und einen Versuch an einem Boulderproblem absolvieren. TeilnehmerInnen, die darauf warten ihren Versuch zu beginnen dürfen die Bouldermatte erst betreten, wenn sie vom Boulder Referee aufgerufen wurden und der/die vorige TeilnehmerIn seinen/ihren Versuch beendet hat.

7.4 Fotografen und Kameramänner, die sich an, auf und um die Boulderwände herum befinden, dürfen sich nur in den vorgesehenen Fotobereichen aufhalten und positionieren, so dass diese die Wettkämpfer nicht bei ihrem Bouldervorgang stören und gefährden. Diese Positionierungen müssen vom Head Referee offiziell abgenommen werden.